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Monday, February 13, 2017

VERSCHWIEGENE LIEBE - von Joseph von Eichendorff


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VERSCHWIEGENE LIEBE 



über Wipfel und Saaten
 In den Glanz hinein –
Wer mag sie erraten,
 Wer holte sie ein ?
 Gedanken sich wiegen,
 Die Nacht ist verschwiegen,
 Gedanken sind frei.

Errät‘ es nur eine,
 Wer an sie gedacht,
 Beim Rauschen der Haine,
 Wenn niemand mehr wacht,
 Als die Wolken, die fliegen –
Mein Lieb ist verschwiegen
 Und schön wie die Nacht.

Ein Valentinsgedicht von Joseph von Eichendorff 1788 – 1857







ZUM VALENTINESTAG - von © Horst Rehmann





ZUM  VALENTINESTAG


von  ©  Horst Rehmann


Rote Rosen werd' ich Dir schicken,
lieblich duftend und wunderschön,
sie sollen Dein Herz entzücken,
auch wenn draußen noch Schneeflocken weh´n.

Wenn am Fenster die Eisblumen blühn,
der Winter, er kümmert uns nicht,
ich schick Dir Rosen zum Valentin
und leg hinzu ein liebes Gedicht.

Zeile um Zeile soll es Dir sagen,
ich liebe Dich, für alle Zeit,
Frühling hält auch an kalten Tagen,
Wärme in unser'm Innern bereit!







HERZ, MEIN HERZ - © Johann Wolfgang von Goethe







HERZ, MEIN HERZ  



©  Johann Wolfgang von Goethe


Herz, mein Herz, was soll das geben.
Was bedrängte dich so sehr?
Welch ein fremdes neues Leben -
Ich erkenne dich nicht mehr.

Weg ist alles, was du liebtest,
Weg, worum du dich betrübtest.
Weg dein Fleiß und deine Ruh -
Ach, wie kamst du nur dazu ?




DREI ROSEN SEND' ICH DIR !




DREI ROSEN SEND' ICH DIR !  


Drei Rosen send' ich Dir!
Die erste ist fürs Wohlergeh'n,
die zweite ist fürs Wiederseh'n,
die dritte aber leise spricht:

"Ich hab Dich lieb,
vergiss das nicht!"







GENUG OFT - von Christian Morgenstern




GENUG OFT 


Genug oft, dass zwei Menschen sich berühren,
– nicht leiblich, geistig nur – dass sie sich sehn,
 dass sie sich einmal gegenüberstehn ?
 um sich danach auf immer zu verlieren.

Genug oft, dass ein Lächeln zweier Seelen
 vermählt – oh nicht vermählt! Nur dies: sie führt,
 so voreinander schweigend und erschüttert,
 dass ihnen alle Wort‘ und Wünsche fehlen,
 und jede, unaussprechlich angerührt,
 nur tief vom Zittern der verwandten zittert.



Ein Valentinsgedicht von Christian Morgenstern 1871 – 1914