Montag, 10. Oktober 2016

Die Macht der Schönheit - Johann Martin Miller





Die Macht der Schönheit

 Die Fabel und die Wahrheit zeugt,
 Daß nichts an Macht der Schönheit gleicht.
 Herr Adam, holder Reize wegen,
 Verscherzte sich des Himmels Segen.
 Herr Paris reizte Griechenland
 Zur Wut; sein Troja ward verbrannt.
 Ein unglücksel'ger Apfel brachte
 Die Staupen her, eh' man es dachte.
 O hätten beide sie erblickt,
 Sie, die hier unsre Fluren schmückt:
 Den Apfel hätte mit Begier
 Genommen Adam gleich von ihr,
 Und Paris würd' ihn ohn Bedenken
 Dir, liebenswürd'ge Liebste, schenken.

Johann Martin Miller





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