Freitag, 9. Dezember 2016

WINTERNACHT - von Joseph Karl Benedikt Freiherr von Eichendorff



WINTERNACHT 


von Joseph Karl Benedikt Freiherr von Eichendorff 


 Verschneit liegt rings die ganze Welt,
 Ich hab nichts, was mich freuet,
 Verlassen steht der Baum im Feld,
 Hat längst sein Laub verstreuet.

 Der Wind nur geht bei stiller Nacht
 Und rüttelt an dem Baume,
 Da rührt er seine Wipfel sacht
 Und redet wie im Traume.

 Er träumt von künft'ger Frühlingszeit,
 Von Grün und Quellenrauschen,
 Wo er im neuen Blütenkleid
 Zu Gottes Lob wird rauschen.


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