Montag, 10. Oktober 2016

IM HERBST - von Heinrich Seidel




IM  HERBST



von   Heinrich Seidel



Es glänzen roth die Waldeshügel;
 Der schöne Sommer ging zur Ruh.
 Der Vogel regt die leichten Flügel
 Und fliegt dem fernen Frühling zu.



 Ich seh' sie ziehn die schnellen Schaaren
 Am klaren Himmel südenwärts -
So möchte wohl von dannen fahren,
 Wenn es betrogen ward, das Herz.



 So möcht' es fliehn zum fernen Garten,
 Wo Glück und Liebe wieder blühn -
Nun aber muß es ruhig warten,
 Bis ihm die Rosen wieder glühn.








Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen