Dienstag, 6. September 2016

HERBSTBEGIN - von Carl Hermann Busse




HERBSTBEGIN 


von  Carl  Hermann  Busse 

 I.

 Zu Herbst nun gehn die Tage
 Und schneller naht die Nacht,
 Ganz ohne Klang und Klage
 Stirbt Laub und Gärtenpracht.


 Scheu bebt ein Schlußverkünden
 Auch mir durch Sang und Sinn,
 Und nachts auf Wiesengründen
 Schleicht schon die Moorfrau hin ...


 II.

 So will sich rings auf all die Blüten betten
 Herbstbraune Ruh,
 Wildgänse ziehn in langen weißen Ketten
 Dem Süden zu.


 Mir ist zu Sinn, als müßt' auch ich jetzt wandern
 Von Ort zu Ort,
 Nach meiner Heimat, einer ewigen, andern,
 Weitfort, weitfort ...


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