Mittwoch, 10. August 2016

Liebesnähe - von Ernst Moritz Arndt (1769-1860)

 









Liebesnähe

von  Ernst Moritz Arndt (1769-1860)


Lieb’ sei ferne,
 Ist doch immer da,
 Gleich dem Licht der Sterne
 Ewig fern und nah.

Schließt Gedanken
 Wohl ein Kerker ein ?
 Glück und Stunden wanken,
 Das Gefühl ist mein.

Leuchte, Sonne !
 Wandle, frommer Mond !
 Meines Busens Wonne
 Hoch mit Göttern thront.

Frühling, scheine !
 Winter, stürme kalt !
 In der Brust dies eine
 Nimmer wird es alt.

Holde Treue,
 Weiß und engelrein !
 Wie des Himmels Bläue
 Bleibt dein lichter Schein.

Sei denn ferne
 Liebe, sei sie nah,
 Gleich dem Licht der Sterne
 Immer ist sie da.







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