Sonntag, 15. März 2015

PRODUKT DER NACHT - von woschanova


















PRODUKT  DER  NACHT

woschanova



deinen körper besah ich,
so ganz ohne kleidung,
gierige augen saugten auf,
tastende finger wollten nicht glauben,
weiche sanfte schönheit,
ein saugender mund liebkost.
wahnsinn, unglaublicher
warmer feuchter, rosaroter irrsinn,
den verstand nieder ringt,
pulsende natur,
seid tausenden jahren.



die töne treibst du aus mir raus,
die worte ohne hin,
der blütenstaub der liebe
gedeihen lässt,
was schöner nicht sein kann.



glieder, strecken sich sehnsüchtig,
nehmen jede berührung genussvoll wahr.
bettelnde poren hemmungslos lechzen,
bring mich um - für den augenblick,
blutdurchflutete lippen gebären enthemmt,
in aller wildheit zitternd, eine ungeheure lust
der erotik, die nie enden will.
millionen kleiner tode sterben wollen
damit die auferstehung zur entzückung gerät.



hungern nach dir,
jedes gramm von dir,
ein wohlgeschmack.



mit deinen augen fing es,
fackeln der lust sprühten feuer,
setzten in brand.
glühende haut weitete sich reichlich
in der hoffnung mehr zu erhalten.
eine oberfläche der lust bebte unerlässlich,
feucht und nass werdend,
einerseits zur kühlung,
anderseits reibungsverluste erhöhend,
so sehr zur aufnahme bereit,
das mir gewaltig
hören und sehen verging.




neben mir,
hinter mir,
unter mir,
über mir,
in dir,
will ich mich
wieder finden.



weich, mit zartem pflaum,
einem pfirsich gleich,
im inneren wohltuend
saftigfeucht,
so erlebte ich dich,
gierig den kern saugend.




die spannweite der flügel
von beeindruckender eleganz
in der atmosphäre der zuneigung schwingen.
lange schwanzfedern stabilisieren,
schwebend, gleiten im aufwind der liebe
höher und höher steigend, der welt entrückt.


















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